Lexikon
Abbeizen  Entfernung einer alten Lackierung durch Quellung mittels Chemikalien. 
Abblättern,
Abplatzen
Ablösen des gesamten Lackfilms oder einzelner Schichten vom Untergrund infolge mangelhafter Haftfähigkeit, evtl. durch unsachgemäße Arbeitsweise (s. Haftungsmängel).
Abdecken  Schutz der nicht zu lackierenden Teile, z.B. Fenster und Zierleisten Abdeckfolien zumeist mit Hilfe von Papier und Klebeband oder durch die Verwendung eines durchsichtigen (gelb lasierenden) Abdecklackes. Dieser lässt sich nach Trocknung leicht als Film wieder abziehen. 
Abdeckfestigkeit  Trocknungszustand, der ein Abkleben mit gebräuchlichen Klebebändern ermöglicht, ohne dass Abdrücke oder Kleberrückstände zu sehen sind.
Abfärben, Auskreiden Durch oberflächige Bindemittel-Zerstörung des Lackfilmes (Verwitterung, chemische Einflüsse) freigelegte und aus dem Gefüge gelöste Pigmentteilchen. Gute Pflege der Autolackierung durch maßvolles Polieren mit einem Lackpolish hilft solche Lackschäden vermeiden.
Ablaufneigung  Wenn Lacke bei zu hohem Materialauftrag an senkrechten Flächen ablaufen, bilden sich sogenannte Läufer oder Gardinen. Bei zu geringer Laufneigung ist häufig der Verlauf schlecht, die Oberfläche wird nicht glatt. Mit Additiven und spezieller Spritztechnik lässt sich ein Kompromiss zwischen Ablaufsicherheit und gutem Verlauf erzielen. Bei zu hoher Ablaufneigung bilden sich obengenannte Läufer. 
Ablüftzeit  Zwischen den einzelnen Spritzgängen müssen die in den technischen Merkblättern angegebenen Zwischenablüftzeiten eingehalten werden. Dadurch lassen sich Läufer und Auskocher vermeiden. 
Absetzen  Unterschiedliche spezifische Gewichte bewirken das Absinken von Pigmentteilchen im Bindemittel. Sorgfältiges Aufrühren vermeidet daraus resultierende Farbtondifferenzen (s. Aufrühren und Bodensatz). 
Abziehlack  Meist lasierender Schutzlack, der sich nach Zweckerfüllung wieder leicht entfernen lässt (s. Abdecken). Abdecklack eignet sich auch hervorragend als Chromschutz- oder Transportschutzlack. 
Acrylharzlacke  Auf der Basis von Acrylsäureestern und Methacrylsäureestern hergestellte Lacke von hervorragender Klarheit, Lichtbeständigkeit und Glanzhaltung, die sie besonders für brillante Metalleffektfarben und leuchtende Farbtöne interessant machen. 
Adhäsion  Von adhaerere (lat.) = aneinander haften. Die Haftung verschiedenartiger Produkte aufeinander, z.B. verschiedener Lackschichten in einem System. Adhäsion wird oft mit Kohäsion verwechselt (s. Kohäsion). 
Airless-Spritzen 
(Spritzverfahren ohne Zerstäuberluft)
Das zu verspritzende Lackmaterial wird mit hohem Druck (ca. 150 – 200 bar) durch sehr feine Düsen gepresst, dadurch wird eine sehr feine Zerstäubung erreicht. Durch das Fehlen von Zerstäuberluft wird eine spritznebelarme Lackierung ermöglicht. Bei entsprechender Düsenwahl können sehr hohe Flächenleistungen erzielt werden. Durch starke Reduzierung des Spritznebels ist die praktische Ergiebigkeit deutlich größer als bei Luftzerstäubung. 
Alkydharze  Mit Fettsäuren modifizierte Polyesterharze (aus Phthalsäure und Glyzerin bestehend) die heute noch meistbenutzten Kunstharze für luft- und ofentrocknende Autolacke, oft in Kombination mit anderen Kunstharzen oder auch mit Nitrozellulose eingesetzt. 
Alterung  Auch Lackfilme haben eine begrenzte Beständigkeitsdauer. Hitze, Kälte,Feuchtigkeit, UV-Strahlen und chemische Einwirkungen führen zu einer Alterung. Durch Bindemittelabbau an der Lackoberfläche werden Pigmentteilchen freigelegt, was sich durch Abfärben und Glanzverlust bemerkbar macht. Durch regelmäßige Lackpflege können diese optischen Mängel beseitigt werden. 
Analyse  Chemische Zerlegung eines Stoffes zur Ermittlung seiner Bestandteile. Man unterscheidet zwischen der qualitativen (Art) und der quantitativen (Menge) Analyse. 
Anilinfarben  Gruppe der Teerfarbstoffe, die sich vom Anilin ableitet. 
Anlaufen  Durch Verdunstungskälte und Taubildung bei hoher Luftfeuchtigkeit hervorgerufener weißer Beschlag, insbesondere bei Nitro-Lacken. Zu vermeiden durch hochwertige Nitro-Verdünnungen bzw. Mittel, die die Trocknung verzögern. 
Antrocknung  Die erste Phase im Trocknungsverlauf eines Lackfilms ist ein wichtiges Kriterium für die Geschwindigkeit der Antrocknung. Sie kann gesteuert werden durch die Zusammensetzung der Lacklösemittel, der Spritzverdünnung, durch die Ablüftzeit und die Umgebungstemperatur. 
Apfelsinenschaleneffekt Verlaufsstörungen, so genannte Spritznarben, zumeist hervorgerufen durch Verwendung ungeeigneter Verdünnungen, zu hohe Spritzviskosität oder zu hohe oder zu niedrige Spritzraumtemperatur. 
Aufrühren  Dem gründlichen Aufrühren der Lacke und Grundierungen wird oft zu wenig Bedeutung beigemessen. Die sich während der Lagerung infolge unterschiedlicher spezifischer Gewichte in der Dose in verschiedenen Schichten absetzenden Bestandteile des Lackmaterials müssen wieder homogen verteilt werden. Ein elektrischer Rührer oder Rüttler erleichtert die Arbeit. 
Aufschwimmen oder Ausschwimmen Lacke mit Pigmenten von sehr unterschiedlichen spezifischen Gewichten und unterschiedlicher Teilchengröße (z.B. blaue Pastellfarben) neigen zum Aufschwimmen. Aufschwimmen kann zu deutlichen Farbveränderungen während der Trocknungsphase führen. 
Ausbleichen  Farbtonveränderungen durch Licht- und Witterungsverhältnisse. Manche als Vollton hervorragend lichtechte (besonders rote) Farben sind in starker Weißabmischung nicht mehr lichtecht. Deshalb müssen die Hinweise zu den Mischfarben-Tabellen genau beachtet werden. 
Aushärtung  Mit dem Abschluss der Trocknung erreicht ein Lackfilm seine Endhärte. Bei Zweikomponenten-Produkten ist die chemische Vernetzung sehr stark temperaturabhängig. Unter + 10 °C kann die Aushärtung unvollständig sein. 
Auskocher  Bei zu hohem Materialauftrag und Nichteinhaltung vorgeschriebener Ablüftzeiten können im Verlauf der Trocknung winzige Bläschen entstehen, die man als Auskocher bezeichnet und die im Lackfilm wie Nadelstiche aussehen. 
Beispritzen  Verfahren zur Farbtonangleichung bei Teillackierungen. Durch auslaufende Lackschichten wird ein fließender Farbtonübergang erreicht. 
Bindemittel  Der nicht flüchtige, lösliche Anteil einer Lackfarbe, der die Pigmentteilchen umhüllt und miteinander verbindet. Durch physikalische oder chemische Trocknung entsteht ein zusammenhängender Lackfilm. Das unpigmentierte, gelöste Bindemittel wird als Klarlack bezeichnet. 
Bläschenbildung  Luft- oder wassergefüllte bläschenförmige Erhebungen im Lackfilm, in fortgeschrittenem Zustand kreisrundes Abplatzen der Lackierung vom Untergrund durch Feuchtigkeitseinwirkung oder mangelhaft getrocknete Grundierungen. Die Feuchtigkeit kann während des Lackierungsprozesses (Tau, Spritzluft, Schleifwasser) in den Lackaufbau geraten oder durch hygroskopische Medien, Poren und Fehlstellen nachträglich unter den Lackfilm transportiert worden sein (s. Hygroskopisch, lonenaustauscher, Salz). 
Bodensatz  Bodensatz ist die Entmischung eines Lackmaterials, die sich dadurch kennzeichnet, dass sich Pigmentanteile am Boden konzentrieren (siehe Absetzen, Aufrühren). 
Bluten, blutende Pigmente Wanderung löslicher Pigmentanteile von Altlackierungen an die Oberfläche von überlackierten Lackfilmen. Dies zeigt sich in Farbtonveränderungen. Heute werden fast keine blutenden Pigmente mehr für die Autolack-Herstellung verwendet. Die Altlackierung muss ggf. restlos entfernt werden, falls nicht in weniger hartnäckigen Fällen ein Isolieren zum Erfolg führt. 
Chlorkautschuk  Lackbindemittel, das durch Anlagerung von Chlor an gelösten Kautschuk hergestellt wird und zur Fertigung von Lackmaterial dient, die sich durch eine außerordentliche Beständigkeit gegen Säuren und Alkalien auszeichnen. 
DD-Lacke  Zweikomponetenlacke auf Polyurethanbasis (s. Polyurethanlacke). Abgeleitet von den für die Farbenfabriken Bayer geschützten Namen der Rohstoffe Desmodur und Desmophen werden diese Lacke auch oftmals als "DD-Lacke" bezeichnet. 
Deckfähigkeit  Deckfähigkeit ist die farbliche Abdeckung eines Untergrundes. Schlechte Deckfähigkeit kann auf mangelhaftes Aufrühren oder zu starkes Verdünnen zurückzuführen sein. Weiß und Pastellfarben haben in der Regel eine gute Deckfähigkeit. Es gibt aber auch viele Farbtöne, die sich nur mit einem hohen Anteil von lasierenden Pigmenten herstellen lassen. Schwache Deckfähigkeit darf nicht zu dickem Lackauftrag führen (s. Kräuseln), sondern muss durch einen geeigneten Vorlack ausgeglichen werden. 
Dickschichtfüller  Füller, die den Auftrag sehr hoher Schichtdicken ermöglichen. Solche Produkte sind wegen der Erzielung eines hohen Flächenausgleichs besonders wirtschaftlich. 
Durchhärtung  Das der Abdunstung und oberflächigen Antrocknung folgende Stadium der völligen Erhärtung des Lackfilms. Ein zu schnelles oberflächiges Antrocknen oxidativ trocknender Lacke verhindert die Aufnahme von Sauerstoff und das Verdunsten der restlichen, im Film vorhandenen Lösungsmittel und verzögert dadurch die Durchhärtung. 
Durchschlagen  (s. Bluten) Auch nicht entfernte Teerflecken können durchschlagen. Mit Teerentferner lassen sich die Teerspritzer leicht beseitigen. 
Einbrennen  Aushärtung von Lacken, deren Bindemittel nur oberhalb einer Mindesttemperatur chemisch reagieren. Ein lufttrocknender Lack wird nicht durch wärmebeschleunigtes Trocknen zu einem Einbrennlack. 
Eindicken  Verdickung eines Lackes. Ursache: Nachquellen der Pigmente, chemische Reaktion oder Verdunsten der Lösungsmittel. Kann in der Regel durch Verdünnungszusatz aufgehoben werden. Ist die Lackfarbe dagegen bereits in Gelzustand übergegangen, ist von einer Verarbeitung Abstand zu nehmen (s. Gelieren). 
Elastizität  Fähigkeit eines Körpers, nach Einwirkung einer ihn deformierenden Kraft die ursprüngliche Form wieder anzunehmen, insbesondere bei elastischen Werkstoffen im Fahrzeugbereich (weiche Kunststoffteile, Gummi). Hochwertige Lackmaterialien halten Dehnungsbeanspruchungen durch Vibration und Temperaturschwankungen aus, auch bei Metall- oder Holzlackierung. 
Elektrophorese  Die Wanderung von Molekülen oder Kolloidalteilchen in einer Flüssigkeit durch ein angelegtes elektrisches Feld. Die elektrophoretische Beschichtung ist eine Lackierung im Tauchverfahren. Das Tauchbecken ist mit einem wasserverdünnbaren Lack gefüllt. Der Festkörper des Lackes liegt allgemein zwischen 6 % und 15 %, ist also relativ niedrig. An das zu lackierende Werkstück und an die Wandung des Tauchbeckens wird so Spannung angelegt, dass das Werkstück Anode – und das Tauchbecken Kathode ist. In dem entstehenden elektrischen Feld wandern die Lackteilchen zum Werkstück und lagern sich durch einen chemischen Prozess dort als wasserunlöslicher Film ab. Nach den Gesetzen der Elektrizität erfolgt die Beschichtung zunächst an den Spitzen und Kanten (diese machen bei der konventionellen Lackierung die meisten Schwierigkeiten). Durch die isolierende Wirkung des abgeschiedenen Lackfilms werden anschließend die Flächen und schließlich auch die Hohlräume des Werkstückes beschichtet. 
Elektrostatisches Lackieren Fein zerstäubter Lack ist in der Lage, den Feldlinien eines elektrischen Feldes zu folgen. Das Verfahren beruht darauf, dass mit Hilfe der Elektrizität ein Kraftfeld geschaffen wird, welches den in feinste Partikel zerteilten, geladenen Lack aufgrund eines physikalischen Gesetzes veranlasst, sich auf der Oberfläche eines sich im Kraftfeld befindlichen Gegenstandes niederzuschlagen. Da die Lackteilchen den Feldlinien folgen, wird ein Umgriff des Lackes bewirkt, wodurch der zu lackierende Gegenstand, z.B. ein Rohr, ohne Drehung eine allseitige Beschichtung erhält. In die Praxis umgesetzt kann dadurch sehr verlustfrei und rationell lackiert werden. 
Entfetten  Entfernung von fetthaltigen Bestandteilen von Oberflächen (s. Vorbehandlung). Fett beeinträchtigt die Haftung des Lackaufbaus. Die Vorbehandlung der Flächen muss eine gründliche Entfettung einschließen. Im Handwerksbetrieb am besten durch Entfettungsmittel, Silikonentferner. Die Industrie verfügt über Spezial-Entfettungsanlagen. 
Entfettungstechnik  Das Entfettungsmittel mit einer Sprühflasche auf die zu behandelnde Oberfläche aufsprühen oder mit einem sauberen Tuch auftragen. Die Oberfläche gleich danach mit sauberen, trockenen Tüchern trocken reiben. Immer zwei Tücher verwenden, da mit dem Tuch Schmutz und Fett nicht vollständig entfernt werden können. Die verwendeten Tücher sind regelmäßig durch saubere Tücher zu ersetzen. Wegen Feuergefahr sollen nasse Tücher nie in den Mülleimer geworfen werden. 
Entmischung  (s. Bodensatz) Durch zu starkes Verdünnen, Zusetzen großer Verdünnungsmengen auf einmal oder ungeeigneter Verdünnungsmittel kann eine Bindemittelfällung und Bindemitteltrennung vom Pigment auftreten, durch die das Lackmaterial unbrauchbar wird. 
Epoxidharze  Dieser Bindemittel-Typ lässt sich lacktechnisch für Einbrennlacke, luft- und ofentrocknende Systeme, aber ganz besonders vorteilhaft für Reaktionsprodukte, z.B. Grundierungen, Füller, einsetzen. Sie zeichnen sich durch eine außerordentlich gute Haftung, Elastizität, Abriebfestigkeit und Beständigkeit gegen Wasser, Öl, Alkalien und Lösungsmittel aus. 
Ergiebigkeit  Angabe des Materialverbrauchs für 1 m2 zu beschichtende Fläche in kg bzw. Liter oder beschichtbare Fläche mit 1 kg. Die Ergiebigkeit ist abhängig von aufzutragender Schichtdicke, Festkörpergehalt und Festkörpervolumen. 
Farbe  Der Begriff Farbe, vielfach fälschlich für das Pigment oder die streich-
  oder spritzfähige Lackfarbe benutzt, bezeichnet an sich das farbige Erscheinungsbild, also Rot, Gelb, Grün usw. Weißes Licht setzt sich aus verschiedenen Wellenlängen zusammen und wird mit Hilfe eines Prismas, infolge der verschieden starken Brechungen in ein Farbband – das so genannte Spektrum – zerlegt. Der vom Menschen optisch wahrnehmbare Wellenbereich beginnt mit den langwelligen roten Strahlen und geht über in Orange, Gelb, Grün, Indigo bis zu den kurzwelligen violetten Strahlen. 
Farbtonabweichungen  Jede farbige Lackierung ändert sich durch den natürlichen Abbau je nach Alter, Pflege, Beanspruchung, Art und Qualität von Bindemittel und Pigmentierung mehr oder weniger. Selbst das beste Musterarchiv kann diese Differenzen nicht erfassen. Auch die "originalgetreuen" Autoreparaturlacke können deshalb gelegentlich ein Nachtönen erforderlich machen (s. Nuancieren). Erleichtertes Nuancieren ist bei Verwendung der Mischmaschine möglich. 
Farbtonveränderungen Das Alterungsverhalten verschiedener Lacktypen verläuft nicht unbedingt parallel, so dass sich mit der Zeit geringfügige Unterschiede zeigen können. Bei Ofentrocknung ist auf Höhe und Dauer der Einbrennzeit genau zu achten. Zu hohe Temperaturen können zu Überhitzungen und damit zu Farbtonveränderungen führen. 
Festkörpergehalt  Festkörpergehalt (s. Füllkraft) ist der Anteil eines Lackes, der nach Verdunstung aller flüchtigen Bestandteile zurückbleibt. Er setzt sich allgemein zusammen aus dem filmbildenden Bindemittel, den Pigmenten und den Füllstoffen. Je höher der Festkörperanteil bei Spritzviskosität ist, umso höher ist die Füllkraft. 
Filmdicke  Gemessen wird die Trockenfilmstärke, also die Dicke der nach Entweichen der Lösungsmittel entstehenden, auf dem Untergrund fest haftenden Schicht. Die in den Richtlinien der Hersteller genannten Trockenfilmdicken bzw. die zur Erzielung bestimmter Schichtdicken notwendigen Kreuz-(Spritz)gänge sollten nicht erheblich unter- oder überschritten werden (s. Kräuseln und Bläschenbildung). 
Flammpunkt  Untere Temperaturgrenze, bei der eine Flüssigkeit gerade noch Dämpfe entwickelt, die in Gegenwart von Luft gerade durch eine offene Flamme entzündet werden können. Basierend auf den Flammpunkt werden die Produkte nach folgenden Kriterien eingestuft:
Flammpunkt < 20 °C = hoch entzündlich
Flammpunkt 0 – 21 °C = leicht entzündlich
Flammpunkt > 21 °C = entzündlich 
Fleckenbildung  Nicht gesättigte oder isolierte Spachtelstellen können sich wegen größerer Saugfähigkeit gegenüber der übrigen Fläche als matte Flecken markieren. Nachgefallene Spachtelstellen oder durchscheinender Untergrund können farbliche Unterschiede ergeben. Alkalische Spritzer (z.B. auf Baustellen) verätzen die Oberfläche. Ruß, in Verbindung mit Feuchtigkeit, bildet schwefelige Säure und kann zu dunklen Flecken auf Metalleffekt-Lackierungen führen (s. Wasserflecken). Auch ein Überdosieren der Härtezugabe bei Polyesterspachtel führt beim Überlackieren mit bestimmten Farbtönen zu einer Fleckenbildung (s. Isolieren). 
Flockulieren  Störungen zwischen Bindemittel und Pigmenten, die zumeist auf ungeeignete Zusätze und Mischungen zurückzuführen sind. Der Lack wird unbrauchbar. 
Forciertes Trocknen  Auch beschleunigtes Trocknen genannt (s. Einbrennen). Lufttrocknende Lacke können durch Temperaturerhöhung so beeinflusst werden, dass ihre Trocknungszeiten erheblich verkürzt werden. Dies geschieht zum einen durch die beschleunigte Lösungsmittelverdunstung aus dem Lackfilm und zum anderen durch die höhere Reaktionsgeschwindigkeit bei erhöhter Temperatur. Forciertes Trocknen ist nur auf lufttrocknende Lacke bezogen. 
Füllkraft, Füllvermögen Die Eigenschaft der Lackmaterialien, kleine Unebenheiten des Untergrundes mit einer gleichmäßigen Schicht abzudecken ohne nachzufallen. Das ist einerseits vom Festkörpergehalt, andererseits von der Art des Lacktyps überhaupt abhängig. Nitrolacke mit einem hohen Anteil flüchtiger Lösungsmittel füllen schlecht, ölmodifizierte Alkydharzlacke füllen gut und lösungsmittelfreie, durch chemische Reaktion trocknende Kunststoffprodukte hervorragend. 
Füllstoffe  Ihr Zweck ist, keineswegs nur als verbilligendes Verschnittmittel zu dienen. Von der sorgfältigen Auswahl hängen nicht nur ein günstiges spezifisches Gewicht, sondern in hohem Maße die qualitätsbestimmenden und verarbeitungserleichternden Eigenschaften – wie Stabilität, Schleifbarkeit, Haftung, Korrosionsschutz usw. ab. 
Garantie  Lackhersteller, als Lieferant für die Industrie sowie Autoreparatur-Werkstätten geben die Gewähr für zuverlässige, sorgfältig geprüfte Produkte der Spitzenklasse. Die Lackfabrik kann jedoch nur für die Beschaffenheit der Materialien garantieren, nicht aber für das Ergebnis der Lackierarbeiten. Diese sind, wie die Ausführungen in diesem Ratgeber zeigen, von vielen Faktoren abhängig, auf die der Lackhersteller keinen Einfluss hat. Bei Beachtung der gegebenen Empfehlungen und aufgezeigten Regeln der Lackiertechnik sind sichere Lackierergebnisse gewährleistet. 
Gardinenbildung  (s. Läuferbildung) 
GFK  Abkürzung für glasfaserverstärkten Kunststoff. Fahrzeugteile auf Basis UP-GFK sind in den letzten Jahren im Fahrzeugbau häufiger zu finden. Europäische Hersteller (Porsche, Renault, Chrysler-France usw.) verwenden GFK zur Herstellung von Stoßfängern. Das Lackieren solcher Teile bereitet in der Praxis allgemein keine Schwierigkeiten und kann unter Beachtung bestimmter Punkte (Entfernen des Trennmittels) von konventionellen Produkten durchgeführt werden. 
Gelieren  Durch Polymerisation oder auch andere chemische Vorgänge fehlerhafte oder vorzeitige Eindickung des Bindemittels, die den Lack unbrauchbar macht (s. Eindicken und Lagerung). 
Glanzverlust  So genanntes "Wegschlagen" des Glanzes oder auch späteres Mattwerden können das Ergebnis vieler Fehlerquellen oder Einwirkungen sein. Ein verwitterter, stark saugender oder nicht durchgehärteter Untergrund kann zum Wegsacken des Lackes führen. Ungeeignete oder zuviel Verdünnung führt zur Glanzminderung, evtl. Weichmacher-Wanderung vom Untergrund, ebenso wie Feuchtigkeit oder kalter Luftzug oder mangelhafte Absaugung der Lösungsmitteldämpfe, die sich bei geschlossenen Räumen glanzmindernd und trocknungsverzögernd auf die Lackierung niederschlagen. Ungenügende Durchtrockung, z.B. bei unzureichendenEinbrenn-Temperaturen und -Zeiten führt zu vorzeitigem Mattwerden. Auch chemische Einflüsse durch die Atmosphäre oder mangelhafte wie auch übertriebene Lackpflege oder ungeeignete Pflegemittel können zur Zerstörung des Lackfilms und Mattwerden führen. 
Haftungsmängel  Die Haftfestigkeit eines Lackaufbaues ist entscheidend für die Haltbarkeit der Lackierung. Sie ist abhängig von gründlicher Vorbehandlung (s. Entfetten) und den Arten des Untergrundes, für die es spezielle Grundierungen gibt. 
Härte  Widerstandsfähigkeit der Lackierung gegen mechanische Beanspruchung – in der Lackfabrik mit verschiedenen Apparaten gemessen – wird vom Lackierer nach Nagel- oder Bleistifthärte beurteilt. 
Härtelackzusätze  Lufttrocknende Kunstharzlacke lassen sich in der Durchtrocknung umwandeln. Durch Zusätze lassen sich An- und Durchtrocknung so verbessern, dass sofort nach Trocknung und Abkühlung das Schleifen, Überspritzen oder Auspolieren von Fehlstellen möglich ist. 
Härtepaste  (s. Katalysator) 
Hammerschlaglack  Aluminiumhaltiger Effektlack, luft- oder ofentrocknend oder auch säurehärtend, zur Erzielung einer hammerschlagähnlichen Oberfläche. Die durch Zusätze von Silikonölen hervorgerufenen kleinen Unebenheiten des Untergrundes verdeckende Kraterausbildung ermöglicht größere oder feinere Strukturen. Auch farblich sind mannigfaltige Effekte möglich. Der Auftrag muss im Spritzverfahren erfolgen. 
Hautbildung  Oxidativ trocknende Lackmaterialien können trotz Hautverhütungsmitteln bei Sauerstoffzutritt eine Haut bilden. Dosen sorgfältig öffnen und auch wieder sorgfältig und dicht verschließen. 
Heißspritzen  Verfahren, die Viskosität eines Spritzlackes durch Erwärmen herabzusetzen. Unter Einsparung von Verdünnung werden größere Filmdicken je Spritzgang erzielt und Deckfähigkeit, Verlauf und Filmdichte verbessert. Besonders für Grundierungen und Einbrennlacke zu empfehlen. Das Lackmaterial wird bei 20 °C auf 50 – 60 Sek. DIN Becher 4 mm verdünnt, auf ca. 60 °C erwärmt und mit 1/2 bis 1 Kreuzgang gespritzt. Zweikomponenten-Acryllacke bieten im Heißspritzverfahren keine besonderen Vorteile. 
Heterogen-Homogen  Heterogen = ungleichmäßig, dagegen homogen = gleichmäßig, z.B. die gleichmäßige Verteilung im Bindemittel (s. Aufrühren). 
High Solids  Decklacke mit sehr hohem Festkörperanteil (70 %). Durch Reduzierung des Lösungsmittelanteils auf ein Minimum ist dieser Lacktyp sehr ergiebig und umweltfreundlicher als konventionelle Lacke. 
Hochziehen  Aufquellen von Lackfilmen durch zu scharfe Lösungsmittel im Lack, wie es beim Überspritzen von nicht ausgehärteten, lufttrocknenden Kunstharzlacken mit Nitro-Materialien auftreten kann. Trockenes Vorspritzen vermindert die Gefahr des Hochziehens (s. Trockenes Spritzen). 
Holzfeuchtigkeit  Frisches, mangelhaft abgelagertes oder künstlich getrocknetes Holz gehört zu den schwierigsten Anstrichsträgern. Der Feuchtigkeitsgehalt und damit das Volumen des Holzes ändern sich ständig entsprechend der das Holz umgebenden Luftfeuchtigkeit. Man sagt, das Holz "arbeitet". An die Elastizität des Lackmaterials werden damit hohe Anforderungengestellt. Ein zu hoher Feuchtigkeitsgehalt (13 – 15 %) kann zu Rissbildung und zum Abplatzen der Lackierung führen. 
Hydro-Lacke  (s. Wasserverdünnbare Lacke) 
Hygroskopisch  Stoffe, die Wasser anziehen und binden, nennt man hygroskopisch. Sie sind lackfeindlich, zur Herstellung von Lacken unbrauchbar und zur Aufbringung von Lackierungen ungünstig. Für den Lackierer eine große Gefahr als mögliche Ursache von Bläschenbildung (s. Salz). 
Ionenaustauscher  Stoffe, die bestimmte Ionen binden können (s. Wasserhärtegrade). Leitungswasser enthält stets eine mehr oder weniger hohe Konzentration von Mineralsalzen. Durch Verwendung von Ionenaustauschern können diese Mineralsalze aus dem Wasser entfernt werden. Das Wasser wird durch zwei Behälter geführt, die mit zwei verschiedenen Kunstharzgranulaten gefüllt sind, deren Oberflächen negativ bzw. positiv aufgeladen sind. Die negative Ladung bindet die positiven Ionen (= Kationen) des Wassers, die positive Ladung des anderen Kunstharzes die negativen Ionen (= Anionen), so dass völlig entsalztes Wasser das Gerät verlässt. Entsprechend der Durchlaufmenge und dem Härtegrad des durchlaufenden Wassers muss die Kunstharzfüllung in bestimmten Zeitabständen regeneriert werden. 
Isolieren  Lacktechnisch: Abdecken eines blutenden oder durchschlagenden Untergrundes mit einer Sperrschicht. Bei blutenden Pigmenten abisolieren mit einem Sperrgrund. Beim Durchschlagen aufgrund zu hoher Härterzugabe (Peroxid) im Polyesterspachtel ist ein Abdecken mit Epoxidfüller notwendig. 
Isocyanat  Rohstoffbasis der Härterzusätze für Zweikomponentenlacke und die Umwandlung von Alkydharzlacken in Zweikomponentenlacken. 
Kapillarität  Fähigkeit poröser Körper mit sehr engen Poren (Haarröhrchen) Flüssigkeit hochzusaugen, und zwar auch entgegen dem Gesetz der Schwerkraft. 
Katalysator  Stoff, der eine chemische Reaktion einleitet oder erheblich beschleunigt. So erfolgt z.B. die Aushärtung von Grundmaterialien auf Polyesterharz-Basis durch Peroxide als Katalysatoren. 
Kleben  Zumeist die Folge nicht durchgetrockneter Grundmaterialien oder zu dicken Lackauftrags (s. Durchhärtung). Auch zu hohe Zusätze von Trocknungsbeschleunigern können Kleben verursachen. 
Kochblasen  Entstehen beim Einbrennen oder forcierten Trocknen. Die Ursachen sind meist zu kurze Ablüftzeiten, falsche Verdünnung oder zu hohe Schichtdicken. Zur Vermeidung von Kochblasen sollten Sie sich an die Angaben in den Technischen Merkblättern der Lacklieferanten halten. 
Kohäsion  Die Zusammenhangskraft gleichartiger Stoffe, z.B. innerhalb eines Lackfilmes. 
Kombinationslacke  Nitrozellulose-Alkydharz-Kombinationen zeichnen sich gegenüber reinen Nitrolacken durch höhere Füllkraft, guten Glanz, hohe Wetterbeständigkeit aus. Wenn sie auch stark an Bedeutung verloren haben, kommen Kombilacke wegen ihrer raschen Antrocknung noch immer zum Einsatz. Ein Polieren ist wegen des hohen Ausgangsglanzes nicht erforderlich, aber möglich. 
Kondensation  Verflüssigung von Dämpfen durch Abkühlung. Der Chemiker versteht unter Kondensation die chemische Verbindung zweier Reaktionspartner unter Abspaltung eines Reaktionsproduktes. Lacktechnisch versteht man unter Kondensation eine Art der chemischen Reaktion bei der Trocknung und Herstellung bestimmter Kunstharze. 
Konsistenz  Bekannt als Sammelbegriff für die verschiedenen Erscheinungsformen flüssiger Stoffe, z.B. pastös, fließend oder thixotrop (s. Viskosität). 
Kontrollgrund  Als Hilfsmittel zur Erleichterung des Schleifens angebrachtes Übernebeln der zu schleifenden Flächen mit einem Kontrastmittel, z.B. andersfarbigem Füller. 
Korrosion  Zerstörung von Metallen durch Verwitterung oder andere Einflüsse, deren Verhinderung eines der wesentlichsten Ziele der Lackierung ist. Besonders für den Schutz von Stahl gegen Rost (s. Rostschäden) wurden Grundierungen von hervorragender Qualität entwickelt. 
Kraterbildung  Meistens durch ungeeignete Verdünnungsmittel oder durch Luft- oder Wassereinschlüsse verursacht. Eine andere Form der Kraterbildung entsteht durch Silikon-Verunreinigungen. 
Kräuseln  Abgesehen von dem erwünschten Kräuseleffekt von Speziallacken, wie sie als Kräusel-, Schrumpf- oder Runzellacke zur Erzielung bestimmter Oberflächeneffekte, z.B. bei optischen Geräten, Büromaschinen oder teilweise auch Armaturenbrettern gebraucht werden, eine höchst unangenehme Folgeerscheinung zu dicken Lackauftrags in Verbindung mit fehlerhaftem Trocknungsablauf. Tritt besonders im Sommer bei zu raschem Oberflächenabschluss auf. 
Kunststoffe (Kurzzeichen) entsprechend DIN 7728
ABSAcrylnitril-Butadien Styrol-Polymer
EPEpoxid-Harz
MFMelaminformaldehyd-Harz
PAPolyamid
PA 6, PA 66, PA 610, PA 11, PA 12, PA 66/610, PA 6/12
PEPolyäthylen
PMMAPolymethylmethacrylat
PPPolypropylen
PSPolystyrol
PURPolyurethan
PVCPolyvinylchlorid
PVCCChloriertes Polyvinylchlorid
SANStyrol-Acrylnitril-Polymer
SBStyrol-Butadien
UPUngesättigte Polyester
VPEVernetztes Polyäthylen
GFKGlasfaserverstärkter Kunststoff
EPDMÄthylen-Propylen-Dien-Kautschuk
SMCGlasfaserverstärkter Polyester hart
BMCGlasfaserverstärkter Polyester hart
UP-GFKGlasfaserverstärkter Polyester hart
PSPolystyrol hart
PP/EPDMModifiziertes Polypropylen flexibel
PP/EPMModifiziertes Polypropylen flexibel
ABSAcrylnitril-Butadien-Styrol flexibel
PPOPolyphenylenoxid flexibel
PAPolyamid flexibel
HP-AlloyHonda Polymer Alloy flexibel
PBTP, pocanPolybutylene-Terephthalate flexibel
PCPolycarbonat flexibel
PURPolyurethan flexibel
PURweich Polyurethan Weichschaum
PMMAPolymethylmethacrylat
Je nach Beschaffenheit und Modifikation ist Polystyrol (PS) sowie reines Polyethylen (PE) und reines Polypropylen (PP) unter handwerklichen Bedingungen nicht lackierbar. 
Läuferbildung  Läufer, auch Gardinen, Nasen o.ä. genannt, können auch beim geübtesten Spritzlackierer vorkommen. Sie können auf zu dicken Auftrag mit zu dünnem oder zähflüssigem Lack zurückzuführen sein. Auch zu große Temperaturunterschiede zwischen Lack, Objekt und Spritzraum führen zu Läufern. Ebenso ungeeignete Verdünnung oder zu naher Abstand von Spritzpistole zum Objekt. Vertikale Pistolenführung vermindert die Läufergefahr. 
Lagerung  Abgesehen vom Tagesbedarf sollten alle Lackmaterialien in einem besonderen, trockenen, mäßig temperierten Raum gut geschlossen und übersichtlich gelagert werden, wobei die gewerbepolizeilichen Vorschriften zu beachten sind. Polyester-Füller und -Spachtel einschließlich Härter sind nicht zu kühl zu lagern (+ 15 °C bis + 25 °C). 
Lasieren  (s. Deckfähigkeit) 
Leichtmetall  Erfordert besonders gründliche Entfettung mit Entfettungsmitteln. Für 
  deckende Lackierungen gilt der übliche Aufbau, wobei die Benutzung 
  eines metallreaktiven Haftgrundes unbedingt erforderlich ist. 
Lichtechtheit  Die Beständigkeit weißer und bunter Pigmente gegen Licht, d.h. UV-Strah-
  len, unter deren Einwirkung sie entweder verbleichen (s. Ausbleichen) oder 
  nachdunkeln können. Hinzu tritt bei Lackfarben die mehr oder weniger 
  starke Vergilbungstendenz und Alterung des Bindemittels. Trotz höchster 
  Lichtechtheitsgrade der Pigmente gibt es keine absolut lichtechten, über 
  Jahre hinweg farbkonstanten Lackierungen. 
Lösungsmittel  Mehr oder weniger leichtflüchtige Stoffe zur Lösung der filmbildenden 
  Substanzen eines Lackes. Auf die Zusammensetzung des Lösungsmittel-
  gemisches im Lack muss die zur weiteren Verarbeitung benutzte Ver-
  dünnung abgestimmt sein. 
Luftfeuchtigkeit  Die Atmosphäre kann eine von der Temperatur abhängige Höchstmenge 
  an Wasserdampf aufnehmen. Die maximale Feuchtigkeitsaufnahme 
  beträgt 
  bei 20 °C 17,3 g/m3 Luft 
  bei 10 °C 9,4 g/m3 Luft 
  bei 0 °C 4,8 g/m3 Luft 
  nimmt also mit sinkender Temperatur ab. Wird diese Sättigungskonzen-
  tration überschritten, tritt der Taupunkt ein. Das Verhältnis zwischen 
  dieser maximalen zur absoluten (d.h. zu einem bestimmten Zeitpunkt 
  vorhandenen) Luftfeuchtigkeit nennt man die relative Luftfeuchtigkeit. 
  Beispiel: Zeigt an einem Tag bei 20 °C Lufttemperatur das Hygrometer 
  eine relative Luftfeuchtigkeit von 70 % an, dann enthält die Luft (bei 
  höchstmöglichen 17,3 g/m3) 12,5 g/m3 Wasserdampf. Fällt die Tempe-
  ratur plötzlich auf 10 °C ab, kann die Luft nur noch 9,4 g/m3 Wasser-
  dampf tragen. Die Sättigungskonzentration ist demnach überschritten, 
  und das Wasser wird als Tau oder Nebel ausgeschieden (s. Taupunkt). 
Matte Stellen  (s. Glanzverlust) 
Melaminharze  Durch Kondensation von Melamin und Formaldehyd hergestelltes 
  Kunstharz, insbesondere für helle, vergilbungsfreie Einbrennlacke. 
Merkblatter  Merkblatter und Verarbeitungshinweise sind nach dem jeweiligen Stand 
  der Technik erstellt. Sie gelten fur den Normalfall und sollen beraten. Bei 
  der Vielzahl der Verwendungszwecke und Arbeitsbedingungen konnen im 
  Einzelfall jedoch abweichende Arbeitsverfahren zweckmasig sein, was der 
  Verarbeiter prufen muss. Eine Haftung fur etwaige, aus solchen Empfeh-
  lungen resultierende Fehlergebnisse kann deshalb vom Lackhersteller nicht 
  ubernommen werden. Empfohlen wird, innerhalb eines Lackiersystems 
  die in den Merkblattern vorgeschlagenen Produkte eines Herstellers zu 
  verwenden. 
Metalleffektlacke  Pigmentierungen mit lasierenden Farbstoffen und Zugabe von Aluminium-
  bzw. Bronzepulver ergeben metallische Oberflacheneffekte. Metalleffekt-
  lacke lassen sich nur im Spritzverfahren verarbeiten und ergeben je nach 
  Spritztechnik unterschiedliche Nuancen. Sattes Spritzen gibt dunklere, 
  nebeln und trockenes Spritzen ergeben hellere Effekte. Farbton und Effekt 
  werden auch vom Bindemittel her beeinflusst, deshalb sind absolut origi-
  nalgetreue Ausbesserungen nur mit derselben Lacktype moglich, mit der 
  die Originallackierung ausgefuhrt wurde. 
Mischbarkeit  Die Vertraglichkeit von verschiedenen Lacken untereinander ist stets zwei-
  felhaft, es sei denn, vom Lackhersteller wurde die Mischbarkeit ausdruck-
  lich bestatigt. Ebenso ist die Vertraglichkeit von Lacken mit fremden Ver-
  dunnungen fraglich. Der Lackhersteller stellt seinen Lack so ein, dass nach 
  Zugabe der von ihm benannten Verdunnung in der von ihm angegebenen 
  Menge optimale Eigenschaften resultieren. Durch falsche Verdunnung 
  konnen sich die Verarbeitungseigenschaften erheblich verschlechtern, die 
  Qualitat kann sinken, es kann zu Ausfallerscheinungen kommen. 
Mikron (ƒÊm) =  Ein Mikron = 0,0000001 m, die in der Wissenschaft gebrauchliche 
Mikrometer  Maseinheit fur kleine Langen. Ein Trockenfilm ist normal 30 . 50 ƒÊm, 
  ein kompletter Lackaufbau 120 . 150 ƒÊm dick. 
  Die Wellenlange des sichtbaren Lichtes liegt zwischen 0,4 und 0,8 ƒÊm 
  (s. Farbe). 
Nasen  (s. Lauferbildung) 
Nitrocellulose  Der aus Baumwolle oder Holz gewonnene Zellstoff wird durch .Nitriereng 
  (Behandlung mit Schwefel-/Salpetersaure) zur Nitrocellulose, auch Kollo-
  diumwolle genannt, verarbeitet und dient u.a. als Bindemittel zur Her-
  stellung von Nitrolacken, die wegen ihrer geringen Fullkraft und hohen 
  Pflegebedurftigkeit ihre Bedeutung fur die Autolackierung immer mehr 
  verlieren. In Kombination mit Kunstharzen spielt die Nitrocellulose vor-
  nehmlich fur schnelltrocknende Spachtel- und Grundmaterialien noch 
  immer eine bedeutende Rolle. 
Nuancieren  Das Ausmischen einer Farbe oder das Nachtonen eines fertig gemischten 
  Farbtones zur Angleichung an die Altlackierung (s. Farbtonabweichungen). 
  Nur gut aufgefuhrte Mischlacke gleichen Typs verwenden. Nur aufge-
  spritzte, angetrocknete Muster bei hellem Tageslicht, aber nicht bei direk-
  ter Sonneneinstrahlung vergleichen. 
Oberflachenstorungen  (s. Apfelsinenschaleneffekt, Hochziehen, Lauferbildung) 
Orangenschaleneffekt  (s. Apelsinenschaleneffekt) 
Oxidation,  Reaktion eines Stoffes mit Sauerstoff unter Bildung eines Oxids, z.B. die 
oxidative Trocknung  Rostbildung bei Stahl oder die Entstehung von Zinkoxid (Zinkeiweiß) bei 
  der Oxidation von Zink. Ein wichtiger Oxidationsvorgang für die Lackier-
  technik ist die Trocknung der ölmodifizierten Kunstharzlacke durch Sauer-
  stoffaufnahme. Lufttrocknenden Kunstharzlacken darf die Sauerstoffzufuhr 
  nicht versperrt werden. Spritz- und Trockenkabinen müssen gut be- und 
  entlüftet sein. 
Passivieren  In der Lackiertechnik die korrosionshemmende Vorbehandlung metallischer 
  Untergründe z.B. durch phosphatieren. Wegen der notwendigen tech-
  nischen Einrichtungen zumeist dem industriellen Bereich vorbehalten. Im 
  Handwerksbetrieb durch die Benutzung von metallreaktiven Grundierun-
  gen. 
Permeabilität  Die Durchlässigkeit von Trennwänden. Es gibt Stoffe, die sind für be-
  stimmte Substanzen nur in einer Richtung durchlässig. Man spricht dann 
  von Semipermeabilität. Lackfilme sind in gewissem Maße wasserdampf-
  durchlässig. Der Wasserdampf dringt langsam in den Lackfilm ein und 
  entweicht im Normalfall genauso langsam auch wieder, ohne eine Störung 
  zu verursachen. Sind im Gesamtaufbau jedoch irgendwo Salzreste vorhan-
  den, so wird hier der Wasserdampf konzentriert. Durch den osmotischen 
  Effekt kommt es dann zur Ausbildung einer Blase, die den Lackfilm vom 
  Untergrund abhebt. 
Peroxide  Reaktionsfreudige, organische Substanzen, die für den lacktechnischen 
  Einsatz mit Weichmachern phlegmatisiert werden, um sie als Härtepasten 
  oder -flüssigkeiten für Polyesterlacke leicht handhaben zu können. Per-
  oxide wirken ätzend auf die Haut und Schleimhäute. Spritzer in die Augen 
  mit 2%iger Natriumbicarbonatlösung ausspülen und sofort einen Augen-
  arzt aufsuchen. Verschüttetes Peroxid mit Putzlappen aufnehmen und 
  diese im Freien verbrennen (s. Katalysator und Polyesterharze). 
Pflege und Lackierung  Regelmäßige Pflege dient der Werterhaltung des Fahrzeuges, außerdem 
  kann sie auch eine der Voraussetzungen für die Erhaltung von Gewähr-
  leistungsansprüchen bei eventuellen Korrosionsschäden und Lackmängeln 
  an der Karosserie sein. Waschen und Konservieren ist der beste Schutz 
  vor schädlichen Umwelteinflüssen. 
Phosphatierung  Sehr dünne, passivierende, haftungsverbessernde, feinkristalline Schutz-
  schicht durch chemische Behandlung mit Phosphorsäurelösung, die sich 
  an die Entfettungsbäder anschließt und mit gründlichen Wasserspülungen 
  beendet wird. Diesem Spülvorgang mit vollentsalztem Wasser (s. Ionen-
  austauscher) kommt erhebliche Bedeutung zu, weil die ggf. auf der Phos-
  phatierungsschicht zurückbleibenden Spuren löslicher Salze die Ursache 
  späterer Bläschenbildung sein können. 
Pigment  Bezeichnung für nicht lösliche Farbkörper, im Gegensatz zu den löslichen 
  organischen Farbstoffen. 
Polyesterharze,  An sich ein Sammelbegriff, unter den zahlreiche Kunstharze fallen. Man 
ungesättigte  versteht darunter jedoch bestimmte ungesättigte Polyester, die u.a. als 
  füllstarkes Bindemittel für Grundmaterialien und Lacke verwendet werden. 
  Als Lösungsmittel dient Styrol, das im Zuge der Polymerisation zum Fest-
  körper-Bestandteil des Lackfilms wird, der deshalb unter dem Einfluss 
  eines Katalysators nahezu ohne jeden Substanzverlust erhärtet. Der Kata-
  lysator, als Härterpaste oder -flüssigkeit geliefert, besteht aus in Weich-
  machern dispergierten bzw. gelösten organischen Peroxiden. (Vorsicht, 
  wirkt ätzend auf Haut und Schleimhäute.) Die bei der Reaktion sich bil-
  dende Wärme dient der Beschleunigung des Härtungsvorganges. Deshalb 
  härten dicke Schichten besser als dünne und wirken niedrige Raumtem-
  peraturen verzögernd. Nötigenfalls kann die Reaktion durch Strahler oder 
  Ofen in Gang gebracht oder beschleunigt werden. Sauerstoff ist nicht 
  erforderlich. 
Polymerisation  Die chemische Reaktion mehrerer gleich- oder verschiedenartiger Stoffe 
  miteinander, wodurch Molekülvergrößerung eintritt, die sich durch Vis-
  kositätszunahme auswirkt und schließlich zur Unlöslichkeit führt. 
Polyurethanlacke =  Zweikomponentenlacke, die durch Reaktion ihrer beiden Komponenten 
PUR-Lacke  (Stammlacke und Härter) zu außerordentlich widerstandsfähigen Lack-
  filmen aushärten. Sie werden dort eingesetzt, wo höchste Ansprüche an 
  die Lackierung gestellt werden, sowohl mechanischer Art als auch che-
  mischer Art. Sie sind weitgehend resistent gegen Einflüsse von Säuren, 
  Laugen, Fetten, Dämpfen und vielen Chemikalien. Das Einsatzgebiet die-
  ser Lacke liegt hauptsächlich im Nutzfahrzeugbereich und bei den Fahr-
  zeugen der öffentlichen Verkehrsmittel. 
Potlife  (s. Topfzeit) 
Primer  Von den angelsächsischen Ländern übernommener Ausdruck für Grun-
  dierung, die erste haftungsvermittelnde Schicht auf dem Untergrund 
  (s. Washprimer und Reaktionsprimer). 
Pulverlacke  Pulverlacke sind lösungsmittelfrei. Sie werden ähnlich dem elektrostati-
  schen Lackieren in einem elektrostatischen Feld aufgetragen und haften 
  infolge der elektrischen Aufladung auf dem Werkstück, bis das Aufschmel-
  zen im Einbrennofen bei 150 °C bis 230 °C erfolgt. Vorbeigesprühter 
  Pulverlack wird aufgefangen und zur erneuten Verwendung aufbereitet, 
  also praktisch 100%ig ausgenutzt. Weitere Vorteile: Keine Lösungsmittel-
  dämpfe (Gesundheits- und Umweltschutz). Keine Feuergefahr. Hohe, 
  gleichmäßige Schichtdicken in einem Arbeitsgang. 
PUR-Integralschaum  Kunststoffteile auf Basis Polyurethanschaum werden häufig in Front- oder 
  Heckpartien bei Fahrzeugkarosserien eingesetzt. Für das Lackieren dieser 
  Teile wird der Einsatz eines elastifizierenden Zusatzes empfohlen. 
Quellung  Die Aufnahme von Flüssigkeiten in Lackfilmen. Die Quellfähigkeit von 
  hochwertigen Autolacken muss möglichst gering sein. 
RAL  Geschützter Kurzname des (Reichs-)Ausschusses für Lieferbedingungen 
  und Gütesicherung beim Deutschen Normenausschuss (DNA). Neben 
  zahlreichen Begriffs- und Qualitätsbestimmungen für Anstrichstoffe ist für 
  den Lackhersteller und -verbraucher die Rationalisierung durch Normung 
  einer beschränkten Auswahl stets gleich bleibender Farben, niedergelegt 
  im Farbregister RAL 840 HR, von besonderer Bedeutung. 
Reaktionsprimer  (s. Haftungsmängel und Passivieren) Durch chemische Reaktion der in 
  der Zusatzlösung enthaltenen Phosphorsäure (s. Topfzeit) mit der Metall-
  oberfläche (Bildung einer Eisenphosphatschicht) und Reaktion der Be-
  standteile untereinander, wird eine ausgezeichnete Verbindung mit dem 
  Untergrund erzielt. Das Zinkchromat in der Pigmentierung vermittelt 
  einen hervorragenden Korrosionsschutz, der auch bei kleinen Verletzun-
  gen des Lackfilms, z.B. durch Steinschlag, das gefürchtete Unterrosten 
  in der Nähe der Schadstellen verhindert. 
Reflow-Verfahren  Wird durchgeführt mit thermoplastischen Acrylharzlacken. Die aufge-
  brachte Lackierung wird zunächst bei 80 – 90 °C vorgetrocknet, danach 
  können notwendige Korrekturen vorgenommen werden, wie z.B. Aus-
  schleifen von Staubkörnern oder Entfernen von Läufern. Anschließend 
  wird die Lackierung bei 120 – 140 °C noch einmal so weit verflüssigt, 
  dass guter Verlauf eintritt. Reflow-Lacke härten durch den Einbrennvor-
  gang nicht aus, d.h., sie erweichen durch wiederholte Erwärmung auch 
  wieder. In der Reparaturwerkstatt bedürfen diese Reflow-Lackierungen 
  besonderer Beachtung. Es stehen jedoch geeignete Reparatursysteme 
  zur Verfügung. 
Reinigen der  Mühelos mit der preiswerten Reinigungsverdünnung, die eine hohe Löse-
Arbeitsgeräte  fähigkeit besitzt. Besonders wichtig ist die sofortige Reinigung der Spritz-
  pistole nach Verarbeitung von Zweikomponentenlacken, insbesondere 
  Polyester-Füller, weil eine Erhärtung in der Düse die Reinigung erheblich 
  erschwert und unter Umständen das Gerät unbrauchbar macht. 
Reklamationen  (s. Garantie) Die ständige, sorgfältige Überwachung der Rohstoffe, Halb-und 
  Fertigfabrikate macht materialbedingte Fehllackierungen nahezu unmöglich. 
  Deshalb die Ursache zunächst bei den Verarbeitungsbedingungen suchen. 
  Bei begründetem Verdacht eines Materialfehlers erfordert die Überprüfung 
  folgende Angaben, die der Vertreter oder Händler entgegennimmt: 
  1. Chargennummern des beanstandeten Materials, 
  ggf. unter Einsendung der vorhandenen Reste. 
  2. Zeitpunkt des Auftretens und Art der Mängel. 
  3. Genaue Bezeichnung aller verwendeten Materialien einschließlich 
  Verdünnungen. 
  4. Datum der Lackierungen und Trockenzeiten und -bedingungen. 
  5. Ob und wie die Mängel bereits beseitigt sind. 
  Anhand der im Werk aufbewahrten Standardbleche ist meistens eine 
  genaue Rekonstruktion möglich. 
Reversibel  (= umkehrbar) Ausschließlich durch Lösungsmittelverdunstung trocknende, 
  filmbildende Stoffe nennt man reversibel, denn sie lassen sich in ihren 
  Lösungsmitteln wieder vollständig auflösen. Hierzu zählen Spiritus- und 
  Nitrolacke sowie die thermoplastischen Acryllacke. Im Gegensatz dazu 
  sind Öl-, Alkyd- und sonstige Kunstharzlacke irreversibel, also nicht wie-
  der in ihren flüssigen Zustand zurückzuführen. 
Rissbildung  Meistens die Folge eines Verstoßes gegen die Regel „nach oben fetter 
  werdend“, entweder durch nicht harmonisch aufeinander abgestimmte 
  Produkte oder Materialien (s. Aufrühren). Magerer oder zu stark verdünn-
  ter Lack und Füller auf zu fettem Spachtel oder Haftgrund führt ebenso 
  zum Reißen wie zu dick aufgezogener Spachtel auf zu fettem oder noch 
  nicht durchgetrocknetem Untergrund. Der Einsatz falscher Materialien auf 
  thermoplastischen Untergründen kann ebenfalls zu Rissbildung führen. 
Rostschäden  Sind an das Vorhandensein von Lokalelementen gebunden. Sie liegen in 
  der Praxis bei jedem technischen Metall vor, welches Verunreinigungen in 
  Form von Kohlenstoff, Silicium, Mangan, Phosphor und Schwefel enthält. 
  Zum besseren Verständnis muss man sich eine Metalloberfläche als ein 
  Mosaik aus kleinen, positiv und negativ geladenen Lokalelementen vor-
  stellen, zwischen denen auf dem ungeschützten Metall die Lokalströme 
  ungehindert fließen, wenn ein Elektrolyt, wie er durch Feuchtigkeit gebil-
  det wird, vorhanden ist. Dabei löst sich an der Lokalanode laufend Metall 
  auf und wird in eine Metallverbindung übergeführt. Diese Korrosions-
  ströme zu verhindern, ist Sinn der passivierenden Schutzschichten durch 
  Phosphatieren bzw. durch Anstriche mit Reaktionsprimer. 
  Aufgrund der kathodischen Schutzwirkung des Zinkchromats ist auch bei 
  kleinen Verletzungen des Anstrichfilms die umgebene Stelle vor Unter-
  rostung geschützt. Wichtig ist, dass nach vorgenommener gründlicher 
  Entrostung die Grundierung sofort aufgetragen wird, ehe durch Elektro-
  lyten (= stromleitende Flüssigkeiten) neue Korrosionsvorgänge eingeleitet 
  werden können. 
Runzeln  (s. Kräuseln) 
Salz  Lacke wirken als halbdurchlässige Membranen, d.h., sie lassen wohl 
  reines Wasser, z.B. Tau oder Luftfeuchtigkeit, in kleinen Mengen durch-
  treten, sperren jedoch Lösungen den Rückzug. Befinden sich in dem oder 
  unter dem Lackfilm Spuren löslicher Salze, z.B. Verdunstungsrückstände 
  des zum Schleifen benutzten Leitungswassers, so bilden sich bei Einwir-
  kung von reinem Wasser auf die Lackierung unter dem Film Salzlösungen, 
  die einen beträchtlichen osmotischen Druck ausüben. Sie haben das Be-
  streben, sich immer weiter zu verdünnen, und das Ergebnis sind flüssig-
  keitsgefüllte Blasen, die schließlich den Lackaufbau sprengen (s. Bläschen-
  bildung und Ionenaustauscher). Der gründlichen Entfernung des Schleif-
  wassers und seiner Rückstände kommt daher größte Bedeutung zu. 
Schleiffähigkeit  Der hohe Aufwand an Zeit und Schleifpapier macht den Wunsch nach 
  schneller und leichter Schleifbarkeit von Spachteln und Füllern verständ-
  lich, ohne dass die Qualität oder der „Stand“ der Lackierung darunter 
  leiden dürfen. Da mit der Alterung die Härte zunimmt, ist die Ermittlung 
  des günstigsten Zeitpunktes für das Schleifen wichtig. 
Schleifpapier-Normen  Die Nummerierung nach Korngrößen ist nicht einheitlich genormt. So gibt 
  es im US-Standard Unterschiede zwischen Silicium-Carbid und Aluminium-
  oxid und zwischen der US-Norm und dem europäischen FEPA-Mikromaß. 
  Der nachstehenden Tabelle ist zu entnehmen, dass letztere von Körnung 
  240 an aufwärts um 1 – 2 Stufen grober sind. Zur besseren Unterschei-
  dung wird (teilweise) bei Anwendung der FEPA-Norm die Körnungsnum-
  mer mit einem P gekennzeichnet. 
  US-Standard 
SICAl.-OxidFEPA-Norm
180180P 180
220220P 220
240–P 240
–240P 280
280–P 320
320280P 360
–320P 400
360360P 500
400400P 600
Schrumpfen  (s. Kräuseln) 
Sealer  Zur Isolierung und Abdichtung saugender und relativ poröser Unter-
  gründe. Sealer wird in dünner Schicht aufgetragen. 
Sikkativ  Sikkative sind Trocknungsbeschleuniger. Sie sind Verbindungen von Me-
  tallen (z.B. Kobalt, Mangan, Blei) mit organischen Säuren (Öl-, Harz-, 
  Naphten-Säuren). Sie bewirken eine beschleunigte Sauerstoffaufnahme 
  oxydativ trocknender Lacke und somit erhöhte Trocknungsgeschwindig-
  keit. Übersikkativierung führt zur Trocknungsverzögerung und kann Ver-
  sprödung verursachen. 
Silikone  Auf der Basis von Silikonharzen aufgebaute Bindemittel zeichnen sich 
  durch hohe Dauerwärmebeständigkeit und Wetterfestigkeit aus. Der hohe 
  Preis beschränkt den Einsatz auf Spezialgebiete. Silikonöle finden Verwen-
  dung als Verlaufmittel, Trennmittel und Antiausschwimmittel in Lacken, in 
  Polituren und vielen Pflegemitteln, für Hautsalben und für viele Produkte 
  des täglichen Bedarfs, oft zum Verdruss manches Lackierers, der diese 
  Mittel als Ursache der Kraterbildung beim Lackieren feststellen musste. 
Soft-Face und  Elastische Kunststoffteile an einer Automobil-Karosserie. In der letzten 
Soft-Back  Zeit werden in zunehmendem Maße im Front-, Heck- und Schwellerbe-
  reich Kunststoffteile eingesetzt. Das Lackieren solcher elastischer Teile 
  polymeren Ursprungs erfordert den Einsatz spezieller Systeme und Pro-
  dukte (s. PUR-Integralschaum). 
Sommer-Verdünnung  Die auf Durchschnittstemperatur abgestimmten Verdünnungen sind im 
  Allgemeinen auch für hohe und niedrige Werkstatt-Temperaturen aus-
  reichend. Für extrem hohe Spritztemperaturen werden teilweise spezielle 
  Verdünnungen angeboten, die den höheren Temperaturen Rechnung 
  tragen. 
Spezifisches Gewicht  Das spezifische Gewicht gibt an, wieviel mal schwerer ein Körper ist als 
  Wasser. Das spezifische Gewicht wurde bisher angegeben in Gramm pro 
  cm3, z.B. 1,123. Nach den neuen gültigen SI-Einheiten wird die Angabe 
  in kg pro m3 gemacht, in unserem Beispiel also 1123. 
  Das spezifische Gewicht ist wichtig für den Preisvergleich, wenn Ange-
  bote mal für Liter Lack und mal für Kilogramm Lack gemacht werden. 
  Mit Hilfe des spezifischen Gewichtes lassen sich die Preise wie folgt 
  umrechnen: 
  Literpreis: spezifisches Gewicht x 1000 = Kilopreis 
  Kilopreis x spezifisches Gewicht: 1000 = Literpreis 
Staub  Der in den Vorbereitungsräumen unvermeidliche Staub muss von der 
  Spritz- und Trockenkabine fern gehalten werden. Im Spritzraum soll leich-
  ter Überdruck vorhanden sein. Türen mit Schaumgummi abdichten. Die 
  Filter sind regelmäßig zu erneuern. Boden feucht halten, Staub mit Hilfe 
  von Staubfanglack und Staubbindelack fixieren. Zum Spritzen vorberei-
  tete Flächen mit Staubbindetüchern abreiben. Spritzraum nur mit fussel-
  freier Kleidung, z.B. Antistatik-Overalls und Lackiermützen betreten. 
  Heizkörper sauber halten. Luftwirbel vermeiden. Staubeinfall vermindert 
  nicht nur die Schönheit der Lackierung, sondern bildet Fehlstellen, die zu 
  erhöhter Empfindlichkeit führen. 
Stippigkeit  (s. Staub) Verunreinigungen des Lackmaterials durch z.B. untergerührte 
  Hautfetzen (s. Hautbildung), abgesetztes, mangehaft aufgerührtes oder 
  nicht mehr verteilbares Pigment (s. Bodensatz), auch durch zu kalte 
  Lagerung oder ungeeignete Verdünnung entstandene Ausscheidungen 
  wie Fäden oder Knötchen. Sorgfältig sieben und vor Verwendung auf 
  Brauchbarkeit prüfen. 
Taupunkt  Tau kann z.B. auf Objekten entstehen, die vom Freien oder aus kühleren 
  Räumen in die wärmere Werkstatt gebracht werden. 
  Das zur Taubildung erforderliche Temperaturgefälle ist um so kleiner, je 
  größer die relative Luftfeuchtigkeit ist. Nachstehende Tabelle nennt die 
  Werte bei 20 °C Spritztemperatur: 
Relative LuftfeuchteTaupunktTemperaturgefälle
50%8,6 °C11,4 °C
70%14,1 °C5,9 °C
90%18,2 °C1,8 °C
95%19,1 °C0,9 °C
  Das zeigt, dass z.B. bei 20 °C Werkstatt-Temperatur 90 % relative Luft-
  feuchtigkeit schon Tau entsteht, wenn das Lackierobjekt um nur 1,8 °C 
  kühler ist. Er ist optisch kaum wahrnehmbar, aber kann doch zu erheb-
  lichen Lackierfehlern (Haftungsmängel, Glanzminderung, Poren- und 
  Bläschenbildung) führen (s. Luftfeuchtigkeit). 
Topfzeit  Ist die Dauer der Verarbeitungsmöglichkeit von Zweikomponenten-Mate-
  rialien nach ihrer Vermischung mit dem Härter. Meist zeigt sich das Ende 
  der Topfzeit durch deutlichen Viskositätsanstieg, der eine weitere Verar-
  beitung verhindert. Bei manchen Produkten, z.B. Reaktionsprimern, ist 
  kein deutlicher Viskositätsanstieg zu bemerken. Halten Sie sich deshalb 
  an die technischen Angaben der Lackhersteller, um Fehllackierungen zu 
  vermeiden. 
Thermoplastizität  Überführung von Stoffen vom festen in einen verformbaren Zustand durch 
  Wärme. Lacktechnisch ermöglicht die Thermoplastizität das Wiedererwei-
  chen von getrockneten Acryllackierungen zur Erzielung glatt fließender, 
  glanzverbesserter Oberflächen (s. Acrylharzlacke und Reflow-Verfahren). 
Thixotropie  Die Eigenschaft mancher Stoffe, die im Ruhestand relativ hochviskos oder 
  gelartig sind, sich durch Energiezufuhr, z.B. Streichen, Schütteln, Spritzen, 
  Rühren usw., zu verflüssigen. Kommen sie dann erneut in den Ruhestand, 
  nehmen sie wieder ihren ursprünglichen Zustand an. 
Transportschutz- Ersatzteile werden zum zeitweiligen Korrosionsschutz für die Zeit der An-
grundierungen  lieferung und Lagerung bis zum Einbau werksseitig mit einer Grundierung 
  versehen, die häufig nicht als Untergrund für den Lackaufbau geeignet 
  ist, sondern restlos entfernt werden muss. In Zweifelsfällen ist ein Lö-
  sungsmitteltest zu machen oder aber die Grundierung sicherheitshalber 
  zu entfernen. 
Trockenes Spritzen  Absichtliches oder fehlerhaftes Spritzen mit gedrosselter Farbzufuhr, er-
  höhtem Druck, zu dickem Lack oder zu weitem Spritzabstand. 
Trocknungsmängel  Bei oxidativ trocknenden Lacken zumeist Folge zu hoher Schichtstärken 
  und raschem Oberflächenabschluss. Bei Einbrennlacken durch unzurei-
  chende Temperatur und Einbrenndauer. (Im Einzelnen sind die Ursachen 
  bei den Stichworten Durchhärtung, Filmdicke, forciertes Trocknen, Glanz-
  verlust, Heißspritzen, Kräuseln, Oxidation, Sommerverdünnung und Ver-
  dünnungen nachzulesen.) 
Umweltfreundliche  Der Begriff „umweltfreundliche Lacke“ hat sich in den letzten Jahrzehnten 
Lacke  für bestimmte Lacktypen etabliert. Dabei ist zu beachten, dass „umwelt-
  freundlich“ unter verschiedenen Aspekten und Schwerpunkten definiert 
  werden kann. Die populärste Betrachtungsweise bei Lacken betont als 
  erstes die Emissionen in die Luft sowie Wasser und Boden und als zwei-
  tes die toxikologische Komponente. Emissionen stehen deshalb im Vor-
  dergrund, weil das Lackieren üblicherweise mit einem Transfermittel, dem 
  Lösemittel erfolgen muss, das es erlaubt, den Lack auf die Oberfläche 
  des Substrates zu bringen. Bezugspunkt zur Beurteilung der Umweltver-
  träglichkeit ist der konventionelle, lösemittelgelöste Lack, der einen Fest-
  körper zwischen 10 und 50 % besitzt und bei dem das Transfermittel 
  organische Lösemittel sind. 
  Unter diesen Gesichtspunkten sind folgende Lacke im allgemeinen 
  Sprachgebrauch als „umweltfreundlich“ eingestuft: 
  1. Festkörperreiche Lacke, sogenannte High Solids 
  2. Wässrige Spritzlacke 
  3. Pulverlacke 
  High Solids 
  Die technische Definition von High-Solid-Lacken ist nicht eindeutig und 
  unterscheidet sich stark zwischen Europa und Nordamerika. In Europa 
  werden Lacke mit einem Festkörper > 50 % gemeinhin als High Solids 
  eingestuft, während dies in Nordamerika erst bei > 55 % erfolgt. 
  Wässrige Spritzlacke 
  Unter wässrigen oder auch wasserbasierenden Lacken versteht man 
  Beschichtungsstoffe, die auf der Basis von Dispersionen formuliert 
  werden. 
  Dies sind im Autoreparaturbereich lufttrocknende Produkte wie 
  - wasserbasierende Primer 
  - wasserbasierende Füller 
  - wasserbasierende Basislacke. 
  Darüber hinaus gibt es aber auch mehrkomponentige vernetzende 
  Systeme wie 
  - wasserbasierende Klarlacke. 
  Im Großfahrzeug und industriellen Bereichen arbeitet man überwiegend 
  mit vernetzenden Systemen. 
  Pulverlacke 
  Das Pulverlackieren ist ein noch recht junges Lackierverfahren. Neben den 
  klassischen Anwendungsgebieten im Bereich der Haushaltsgeräte und 
  Architektur sind zunehmend Pulverbeschichtungen für Anbau- und Klein-
  teile im Fahrzeugbereich, wie Räder, Achs- und Chassisteile sowie in den 
  letzen Jahren auch in der Automobilserienlackierung dazugekommen. So 
  schätzt man heute den Anteil des Pulverlackes an Füllern und Klarlacken 
  bei der Serienlackierung auf ca. 5 %. 
  Slurry 
  Eine besondere Variante wassriger Spruhlacke stellt die .Pulverslurryg 
  dar. Es handelt sich dabei um eine losemittelfreie Dispersion von Pulver-
  lacken in Wasser
  einer Dosier- und Anlagentechnik fur Flussiglacke. Zudem erlaubt diese 
  Technologie, kleinste Pulverteilchen mit einem Durchmesser von etwa 
  3 ƒÊm in einer Dispersion stabil zu halten. Diese Kornfeinheit ist notwen-
  dig, um nur 35 . 45 ƒÊm dicke Schichten mit gutem Verlauf applizieren 
  zu konnen. Diese Schichtdicken reichen aus, um die notwendigen Ober-
  flachen- und Gebrauchseigenschaften sowie Bewitterungsbestandigkeit 
  im Automobilbau zu erzielen. Dieses Lacksystem ist als Klarlack im 
  Automobilbau im Einsatz. 
Verbund  Das Haftvermogen der einzelnen Schichten eines Lackaufbaus aneinan-
  der. Verbessert wird der Verbund durch haftungsfordernde Zusatze und 
  leichtes Anlosen der vorangegangenen Schicht. Verbundfordernd wirkt 
  das Schleifen. Verbundmindernd wirken sehr harte Altlackierungen, nicht 
  durchgetrocknete Grundmaterialien oder Feuchtigkeit (s. Abblattern und 
  Haftungsmangel). 
Verdunnungen  Flussigkeiten, die das Lackmaterial in Erganzung der vorhandenen 
  Losungsmittel in eine verarbeitungsfahige Form versetzen. Von ihrer 
  Zusammensetzung hangt der Effekt weitgehend ab, denn sie mussen 
  sowohl auf das Lackmaterial genau abgestimmt sein als auch den Ver-
  arbeitungsbedingungen einen breiten Spielraum lassen. Die Verduns-
  tungsgeschwindigkeit der verschiedenen Losungsmittel einer Verdunnung 
  beeinflusst Verlauf, Anziehen, Filmausbildung und Durchhartung. 
Verdunstungszahl  Druckt die Verdunstungsgeschwindigkeit von Losungsmitteln im Ver-
  gleich zu Ather aus. Zu rasches Verdunsten entzieht der Oberflache des 
  zu lackierenden Objekts Warme und kann bei hoher Luftfeuchtigkeit zu 
  einem feinen Niederschlag auf der Lackierung fuhren (s. Anlaufen). 
Vergilbung  (s. Farbtonveranderungen) 
Verlaufstorungen  (s. Apfelsinenschaleneffekt, Kraterbildung, Lauferbildung und Ver-
  dunnungen) 
Vermattung  (s. Glanzverlust) 
Viskositat  Zahigkeitsgrad einer Flussigkeit. Zahflussige Lacke bezeichnet man als 
  hochviskos, dunnflussige Lacke als niedrigviskos. Zur Messung dienen so 
  genannte Viskosimeter. Fur den Verbraucher eignet sich am besten der 
  Auslaufbecher. Von deutschen Herstellern gemachte Konsistenz-Angaben 
  beziehen sich meistens auf den Auslaufbecher nach DIN 53211 mit einem 
  Dusendurchmesser von 4 mm, sofern nichts anderes vermerkt ist. Sie 
  nennen die Zeit bis zur vollstandigen Entleerung des Bechers in Sekunden 
  bei einer Messtemperatur von 23 ‹C. Temperaturschwankungen konnen 
  erhebliche Abweichungen der Messwerte ergeben. 
Vorbehandlung  (s. Entfetten, Passivieren, Phosphatierung, Washprimer) 
VOC  = Volatile Organic Compounds (fluchtige organische Bestandteile). Der 
  VOC-Wert bezieht sich auf das spritzfertig eingestellte Lackmaterial. 
Washprimer  Haftungsverbesserndes, korrosionshemmendes Vorbehandlungsprodukt – 
  zumeist auf Zweikomponentenbasis (s. Passivieren und Reaktionsprimer). 
Wasserflecken  Ringförmige Eindrucke in einer frischen Lackierung entstehen, wenn das 
  Fahrzeug zu früh Regen ausgesetzt wird, bevor die oberflächlich trockene 
  (zu dicke) Lackschicht in ihrer Gesamtheit durchgehärtet ist (s. Flecken-
  bildung). 
Wasser-Härtegrade  Maßeinheit dH (deutsche Härte). 1° dH = 10 mg Calciumoxid im Liter 
  Wasser. Trinkwasser soll nicht mehr als 30 ° dH haben. 
Wasserverdünnbare  Man unterscheidet: 
Lacke  a) In Wasser dispergierte Lacke für die elektrophoretische Tauchgrundie-
  rung. Der Vorteil liegt in der Gleichmäßigkeit der Beschichtung, der 
  Lösungsmittelersparnis, der Unbrennbarkeit mit dem Wegfall der Be-
  lästigung durch Lösungsmitteldämpfe (s. Elektrophorese). 
  b) Auf Basis einer speziellen Kunstharzkombination hergestellte luft- und 
  ofentrocknende, wasserverdünnbare Lackprodukte, die als Decklack, 
  Chassislack oder Grundierung im Automobil- und Nutzfahrzeugbereich 
  eingesetzt werden. 
Winterschäden  Folgen erhöhter Beanspruchung durch Wechselwirkung von Kälte und 
  Wärme, Witterungseinflüssen, Straßenstreugut, Splitt und Auftausalzen. 
Zündgruppe  Der Zündpunkt, nicht zu verwechseln mit dem Flammpunkt, ist die 
  Selbstentzündungstemperatur der Dämpfe einer brennbaren Flüssigkeit. 
  Sie liegen für Autolacke und ihre Lösungsmittel sehr hoch. 
Zweikomponenten- Produkte, die aus einem Stamm-Material und einem Wirkstoff (Härte-
Werkstoff  zusatz) bestehen. Durch die kurz vor der Verarbeitung erfolgende Ver-
  mischung der beiden Komponenten wird eine chemische Reaktion in 
  Gang gesetzt, die zur Aushärtung führt. Die Mischung muss innerhalb 
  einer bestimmten Zeit verarbeitet werden (s. Topfzeit). 
Zweischicht- Durch Überspritzen eines Metallic-Basislackes mit Klarlack werden 
Metalleffekt- besonders brillante, glanzbeständige und dauerhafte Metalleffekt-
lackierungen  Lackierungen erzielt. 
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